Die Effizienz der Datenübertragung beim BlackBerry
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. September 2010 um 09:48 Uhr Freitag, den 10. September 2010 um 09:40 Uhr
Erstaunlich, was man bei RIM für Untersuchungen findet. Der Report von Rysavy Research über die "Wireless E-Mail Efficiency Assessment" ist höchst interessant über die Effizienz der BlackBerry Enterprise Lösung. Der Test vergleicht BlackBerry mit Direct Push von Microsoft. Es wurde untersucht, wieviel Datenvolumen "verbraucht" wurde, wenn eine E-Mail auf dem Endgerät ankommt.
Bekannterweise zeichnet sich die BlackBerry-Lösung durch optimale Übertragung über das Mobilfunknetz aus. Auch RIM betont immer wieder diesen Aspekt und leitet deswegen den gesamten Datenverkehr über sein Network Operation Center (NOC). Dadurch ist es möglich, spezifische Anpassungen an das Mobilfunknetz der einzelnen Carrier unabhängig voneinander vorzunehmen. Wertvoller Platz im Datenstrom für die Nutzerdaten wird somit optimal ausgenutzt. Zusätzlich findet noch eine Komprimierung der Daten statt.
Für den Test wurden E-Mails in unterschiedlicher Größe und Anhang verschickt. Ausgehend von der ursprünglichen Nachrichtengröße wurde gemessen, wieviel Daten letztendlich über das Mobilfunknetz verschickt wurden, um die komplette Nachricht auf dem Endgerät zu erhalten. Da beim BlackBerry alle Daten paketweise versendet werden, wurde darauf geachtet, die komplette Nachricht bzw. den ganzen Anhang herunterzuladen.
Das Endresultat sieht folgendermaßen aus.

Die Größe der Originalnachricht inkl. Anhang (in Bytes) zieht man als Bezugsgröße heran. Die Spalte % Gesendet gibt Auskunft, ob mehr oder weniger Daten über das Mobilfunknetz gelangt sind, um die Originalnachricht zu übermitteln. Ein Wert größer 100% bedeutet demnach, dass man mehr Daten benötigte als die Originalgröße. In der Regel nichts ungewöhnliches, da oft Steuerdaten mitgesendet werden müssen.
Dass die BlackBerry Lösung mit so niedrigen Werten auskommt, liegt sicherlich an der zusätzlichen Komprimierung und Aufbereitung der zu sendenden Nachricht. Das ganze nochmals grafisch aufbereitet.

Was bringt die Einsparung an Datenvolumen bei den heutigen Bandbreiten? Das sind doch nur ein paar Bytes mehr und die Geschwindigkeit ist mittlerweile so hoch, dass eine zeitliche Verzögerung sich nicht bemerkbar macht. Das trifft auf den ersten Blick zu, aber man sollte bedenken:
- In einer Funkzelle ist die Bandbreite begrenzt und wird unter allen Teilnehmern aufgeteilt.
- Je weniger Daten übertragen werden müssen, desto schneller gelangen sie zum Endgerät. In Gebieten mit schwachen Funksignal ein Vorteil.
- Kürzere Übertragungszeiten bedeuten auch kürze Sende- und Empfangszeiten. Das Funkmodul auf dem Smartphone wird kürzer belastet und schont damit den Akku.
Den ganzen Bericht gibt es bei RIM zum herunterladen.

